Anna Thinius

Schneewittchen und die sieben Rock'n'Roll Zwerge

Es war einmal eine Königin, die wünschte sich ein Kind, so rot wie Blut, so schwarz wie Ebenholz und so weiß wie Schnee. Sie bekam eine wunderschöne Tochter und nannte sie Schneewittchen. Doch die Prinzessin war ein wenig aus der Art geschlagen. Anstatt Frösche zu küssen und Stroh zu spinnen, färbte sie sich die Haare blau und spielte E-Gitarre. Mit sechzehn lief sie von zuhause fort und traf hinter den sieben Bergen die sieben Zwerge. Die sieben Zwerge hatten ihren Job verloren, weil ihre Miene eingestürzt war. Dafür besaßen sie ein wenig musikalisches Talent. Also beschlossen sie, zusammen eine Band zu gründen. Da sie keine Musikinstrumente leisten konnten, bauten sie sich kurzerhand welche aus den Materialien, die sie hatten. Zum Glück besaß einer von ihnen einen Laptop und stellte ihre Songs auf einer allseits bekannten Internetplattform aus. Dadurch wurden sie schnell weltberühmt und steinreich, so dass die Prinzen Schneewittchen scharenweise hinterherliefen. Und wenn niemand den Zwergen den Internetzugang gesperrt hat, dann hört man sie noch heute.

Der Wolf und die sieben Geißlein

(Kurzfassung des Märchens)

Es war einmal eine alte Geiß, die hatte sieben Kinder. Eines Tages musste sie in die Stadt um einzukaufen. Bevor sie ging, warnte sie die sieben Geißlein davor, dem bösen Wolf die Tür zu öffnen. Die Kinder gehorchen, doch der böse Wolf überlistete sie. Und gelangte in das Haus. Schnell versteckten sich die Geißlein, doch der böse Wolf fand sie alle, bis auf eines das steckte im Uhrenkasten. Als die Mutter nach Hause kam, da war der Jammer groß, doch wenigstens war ihr ein Kind geblieben. Hinter dem Hause fanden sie den Bösewicht, der nach seiner Tat eingeschlafen war. In seinem dicken Bauch bewegte es sich als ob die sechs Geißlein noch lebten. Da holte das siebente die Schere und – Schwupps – schnitten sie dem Wolf den Bauch auf. Heraus sprangen die sechs Geißlein unversehrt. Schnell sammelten alle zusammen große Wackersteine und füllten dem Wolf den Bauch damit. Die Mutter nähte ihn wieder zu. Als der Wolf erwachte, merkte er nichts davon, nur großen Durst hatte er. Er beugte sich über den Brunnen um zu trinken, doch die Wackersteine zogen ihn hinab, sodass er elendig ersaufen musste.

Hänsel und Gretel

(Kurzfassung des Märchens)

Es war einmal ein altes Ehepaar, das war so arm, dass es seine beiden Kinder kaum ernähren konnte. Als dann eine Hungersnot über das Land hereinbrach, wussten sie sich keinen Rat mehr, als die Kinder in den großen Wald zu bringen und dort zu verlassen. Hänsel aber, der in der Nacht zuvor die beiden alten belauscht hatte, zerkrümelte seinen Kanten Brot auf dem Weg, damit Gretel und er den Weg nach Hause finden würden. Doch die Vögel des Waldes pickten alle Brotkrümel auf. So irrten die Kinder durch den Wald, bis sie an ein Häuschen kamen, das ganz aus Pfefferkuchen gebaut war. Sie dachten alles Elend wäre nun ausgestanden, doch das Häuschen gehörte einer bösen Hexe. Die sperrte Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen und Gretel musste alle Arbeit tun. Schließlich wollte die Hexe Hänsel in den Ofen stecken, doch Gretel überlistete sie. So verbrannte die Hexe in ihrem eigenen Ofen. Gretel befreite Hänsel und die Kinder stopften sich die Tasche mit den Schätzen der Hexe voll. Dann wollten sie nach Hause gehen, kamen aber auf dem Weg dahin an ein großes Wasser. Ein freundlicher Schwan kam herbei und setzte die beiden über. So gelangten die beiden endlich nach Hause, wo die alte Stiefmutter gestorben war, und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.


Märchen-Designs und Produkte

Märchen, besonders Volksmärchen, sind ein Teil des kulturellen Erbes der Menschheit. Auf der Grundlage einiger meiner Lieblingsmärchen entwickelte ich Designs für den Druck. Aus den auf Stoff gedruckten Märchen-Designs entwickelte ich verschiedene Produkte. Die meisten davon sind, patchworkhaft, aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt.